Dienstag, 29. Dezember 2009

Lernen von D. Bonhoeffer, Teil 5: Was sind eigentlich LEBENDIGE Christen?

"Gott will nicht tote Christen, sondern Christen, die ihrem Herrn leben. Hören wir dieses Wort nicht, so ist Weihnachten an uns vorübergegangen." - Dietrich Bonhoeffer, Predigten - Auslegungen - Meditationen Bd. 2: 1935-1945, KT 159, München 1998.

Immer wieder erlebe ich es - besonders erschreckte mich dies während eines längeren Aufenthalts in den USA -, daß Menschen ihr Christsein darauf reduzieren, daß Christus für sie gestorben ist und sie (im paulinischen Sinne; vgl. Röm 8,24f.) darauf hoffen, daß sie nicht in die Hölle kommen, sondern ins Paradies. Mal abgesehen davon, daß viele Menschen teilweise völlig unbiblische Vorstellungen von dem haben, was sie als "Paradies" bezeichnen, vergessen sie darüber, daß Jesus weder in seinem Leben noch in seinen Worten diese Weltauffassung vertreten hat. Denn in Jesus flüchtete Gott nicht vor dieser Welt, sondern wurde ihr bzw. den Menschen gleich, nahm also das menschliche Leben an. Mit ebendiesem Leben beschäftigten sich seine Predigten. Es ging ihm somit nicht um Weltflucht, sondern vielmehr um Welttransformation. Das war ein entscheidender Faktor Jesu Botschaft.

Daß diese Botschaft von Welt- bzw. Lebenstransformation ganz eng mit dem jenseitigen ewigen Leben verknüpft ist, wird v.a. bei Johannes deutlich: In Joh 5,24.28f. lesen wir folgendes:

"Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. […] Wundert euch nicht, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und werden hervorgehen, die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Übles getan haben, zur Auferstehung des Gerichts."

Während in V.24 davon die Rede ist, daß diejenigen, die Jesus glauben, schon "zum Leben hindurchgedrungen" sind, ist ab V.28 der Blick auf die zukünftige Auferstehung der Toten gerichtet. Vielleicht ist es etwas überinterpretiert, wenn man Christi Menschwerdung - was wir traditionell an Weihnachten feiern - mit dem ersten Lebensbegriff verknüpft, und seinen Kreuzestod und die Auferstehung (traditionell an Ostern gefeiert) mit dem ewigen Leben verbindet. Aber immerhin läßt sich den synoptischen Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas) eine ähnliche Gewichtung entnehmen, wenn zu Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu der Fokus auf Heilungen, Exorzismen und Reich-Gottes-Predigten (bei Johannes ist das Synonym interessanterweise "ewiges Leben") liegt, während nach dem Petrusbekenntnis (Mt 16,13ff.; Mk 8,27ff.; Lk 9,18ff.) ein Richtungswechsel dahingehend stattfindet, daß von nun an Jerusalem als Zielort im Blick ist (v.a. bei Lk) und Jesus von seinem Leiden, Tod und deren Zweck redet.

Offensichtlich besteht eine enge Verknüpfung zwischen dem irdischen Leben des Christen und dem Jenseitigen. Dies scheint mir von zweierlei Bedeutung zu sein:

1. Sowohl Matthäus (Kap. 25,31ff.), Paulus selbst (Röm 2,6ff.; Kor 3,12ff.) als auch die Offenbarung (Kap. 20,12b) weisen auf die jenseitige Bedeutung des irdischen Lebens und Handelns hin. Ist das lutherische sola gratia, die Rechtfertigung aus Glauben, als Totschlagargument vielleicht doch etwas zu kurz gegriffen, wenn man sich allein darauf berufen will?

2. Besonders im Alten Testament, aber auch z.B. in der Offenbarung Kap.21, liegen die Vorstellungen vom ewigen Leben nicht irgendwo transzendent jenseits von Materie, Leiblichkeit u.ä. Z.B. das neue Jerusalem, wie die Offb 21 es darstellt, realisiert sich nicht in Gottes Dimension, wie man naheliegenderweise denken könnte. Stattdessen heißt es:

"Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott (apo tu theu) aus dem Himmel (ek tu uranu) herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann." (Offb 21,2)
Selbstverständlich ist es nicht sinnvoll, seinen Blick von nun an vollig auf irdische Dinge zu richten oder gar zu einer Art Werkgerechtigkeit zu tendieren, weil ich denke, ich müßte das Reich Gottes hier auf Erden in aller Gänze realisieren. Aber ich glaube, daß wir allzu oft die Verbindung vom Jetzigen zum Zukünftigen aus den Augen verlieren oder uns dieser theologischen Gegebenheit überhaupt nicht bewußt sind. Überdies vergessen wir, daß wir (auch als Christen) nach wie vor auf der Erde leben und nach unserer Bekehrung nicht direkt entrückt worden sind, obwohl sich dies mancher vielleicht wünscht.

Man könnte dies natürlich noch viel ausführlicher erläutern. Ich begnüge mich stattdessen mit einem zweiten
Zitat Bonhoeffers, der sich zur Zeit seiner Tegeler Haft intensiv mit dem Alten Testament beschäftigte und geradezu davor warnte, zu schnell neutestamentlich zu denken (vgl. Widerstand und Ergebung, 18. Auflage 2005, S.87f.):

"Ich glaube, wir sollen Gott in unserem Leben und in dem, was er uns an Gutem gibt, so lieben und solches Vertrauen zu ihm fassen, daß wir, wenn die Zeit kommt und da ist - aber wirklich erst dann! - auch mit Liebe, Vertrauen und Freude zu ihm gehen." - A.a.O., S.96f.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Paulus und Ökumene

Als ich gestern eine Sekundärliteratur zum Römerbrief las, kam ich u.a. auf das Thema von Röm 9-11 - die "Zuverlässigkeit des Wortes Gottes" (Michael Theobald, er Römerbrief, Darmstadt 2000, S. 260) -, die nach Aussage des Autors der Höhepunkt des gesamten Briefes sei.

Gern wird der Römerbrief in protestantischen Kreisen ja aufgrund seiner Rechtfertigungslehre - daß der Glaube an Christi Kreuzestod und seine Auferweckung allein zur Rechtfertigung vor Gott genüge und keine noch so gute Tate stattdessen diese Rechtfertigung herbeiführen könne - zurate gezogen. Damit endet für die meisten gedanklich der Römerbrief auch nach Kapitel 8 - alles weitere scheint, lediglich sekundäres "Geplänkel" zu sein.


Dem widerspricht der Autor, Michael Theobald, auch nicht grundsätzlich, jedoch sieht er diese Rechtfertigungslehre in einem größeren Kontext. Denn das Grundanliegen des Paulus scheint zunächst einmal das zu sein, daß er eine Beziehung zu den ihm bisher unbekannten Christen in Rom aufbauen möchte, um auf Basis dieser Beziehung als Apostel der Heiden anerkannt zu werden (Röm 1,5f.13-15; 15,15f.).

Dabei verrät Paulus in Röm 15,22ff. sein übergeordnetes Ziel: Er will, nachdem er seinen Missionsdienst in den bisherigen Ländern (vgl. Gal 1) als abgeschlossen ansieht, nach Spanien reisen, um dort das Evangelium zu verkünden. Die Christen in Rom scheint er als eine Art "Operationsbasis" für seine Spanienmission gewinnen zu wollen (vgl. Theobald, a.a.O., S. 40). Dazu ist es jedoch zunächst einmal von Nöten darzulegen, was er selbst eigentlich genau unter"Evangelium" versteht.

Und an diesem Punkt beginnt die Sache, spannend zu werden. Die paulinische Grundaussage wird bereits in Röm 1,16f. formuliert und dabei meist auf den rechtfertigende Glauben reduziert:

"Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen. Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben zu Glauben; wie geschrieben steht (Hab 2,4): ,Der Gerechte wird aus Glauben leben.'"

Nun ist aber dezidiert davon die Rede, daß das Evangelium als "Kraft Gottes" zunächst die Juden und dann die Griechen/Heiden selig macht. Und eben diese Dialektik zwischen Juden und Heiden - zu letzteren wir Christen als Nicht-Juden ja gehören - ist DAS Thema des Römerbriefes, und zwar unter der Fragestellung, inwiefern Gottes erwählendes Wort, das doch zunächst dem jüdischen Bundesvolk zugesagt wurde, noch gilt (Röm 9,6), zumal ein Großteil der Juden dieses Evangelium, daß nämlich der Glaube an Jesus Christus selbst allein rechtfertigende Kraft hat, ablehnt.


Konkret: Es steht nichts geringeres auf dem Spiel als die
Zuverlässigkeit Gottes selbst. Paulus versucht deshalb in dem ganzen Brief nachzuweisen, daß Gott einerseits sein Volk, die ethnische Größe Israel, nicht verworfen aber gleichzeitig die Heiden - aus Gnade - mit in sein Evangelium hineingenommen hat. Deshalb ist Röm 9-11 der Höhepunkt des ganzen Briefes.

Man könnte an dieser Stelle sicherlich noch enorm viel an Details hinzufügen. Was mich persönlich so fasziniert und in wirkliche Ehrfurcht versetzt hat, ist folgendes: Gottes Evangelium beinhaltet die Tatsache, daß ebenso Heiden - also auch ich - mit eingeschlossen sind in Seine Gnade. Viel zu häufig habe ich dieses Faktum für selbstverständlich genommen. Aber als ich dies gestern in dieser Deutlichkeit las, überkam mich wirklich eine tiefe Ehrfurcht vor der Gnade Gottes. Es ist offenkundig nicht selbstverständlich, daß ich ein Kind Gottes sein darf.


Desweiteren beflügelte mich dieser Einheitsgedanke von Juden und Heiden, auch über andere Ökumene nachzudenken. Leider geht es mir doch viel zu oft nur um meine eigene kleine Gemeinde, ohne daß ich dabei darüber nachdenke, wie eigentlich mein Verhältnis zu anderen christlichen Gemeinschaften ist. Stattdessen distanziere ich mich meistens eher von anderen durch meine Theologie, anstatt zu bedenken, daß Gott und Christus auch nur einer sind. Dementsprechend sollte auch der Leib Christi nur einer sein, weil in ihm alle Christen gleich(-wertig) sind, wie Paulus in Gal 3,28 so prägnant formuliert:


"Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn sie sind allesamt einer in Christus Jesus."

Montag, 7. Dezember 2009

Lernen von D. Bonhoeffer, Teil 4: Kein Christsein ohne Erfahrung

"Ein Christenleben besteht nicht in Worten, sondern in Erfahrung. Niemand ist Christ ohne Erfahrung. Nicht von der Lebenserfahrung ist hier die Rede, sondern von der Erfahrung Gottes." - Dietrich Bonhoeffer (Predigten - Auslegungen - Meditationen Bd. 1: 1925-1935. Hg von Otto Dudzus, KT 158, S.101)

Dietrich Bonhoeffer charakterisiert das Christsein, die Nachfolge Jesu, in diesem kurzen Vers sehr markant: Es geht um
Beziehung mit Gott. Diese Beziehungsausrichtung ist schon im Wesen Gottes selbst, nämlich seiner Trinität/Dreieinigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist, angelegt. Desweiteren wird Gott in der Bibel fast immer in seiner Beziehung zu uns Menschen beschrieben. Selbst wenn es in Joh 1 heißt, daß das Wort (Logos) zunächst beim Vater war, folgt anschließend in 1,14 der Bezug zu den Menschen, indem es heißt, daß das Wort Fleisch wurde und unter uns wohnte. Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Vater Jesu Christi, ist somit kein abstrakter Gott, wie er z.B. von den alten Griechen oder den aufgeklärten Deisten des 18.Jh.s gedacht wurde, sondern ein Gott, der Beziehung will, weil er von seinem Wesen her schon Beziehung ist.

Diese Beziehungsausrichtung/Relationalität spiegelt sich bei uns Menschen durch die Gottebenbildlichkeit wider, sowohl in Beziehung zu unseren Mitmenschen als auch zu Gott selbst. Wenn eine oder gar beide dieser Bereiche fehlen, leben wir Menschen dementsprechend nicht unserer Schöpfung als Menschen gemäß.

Nun stellt Bonhoeffer dieser unerläßlichen Gotteserfahrung aber das Wort gegenüber. Damit ist sicherlich nicht das Wort aus Joh 1 oder das gesprochene Wort der Verkündigung aus Röm 10,17 gemeint. Vielmehr scheint er hier mehr auf den toten, nicht vom Geist Gottes lebendiggemachten Buchstaben anzuspielen. Diese Problematik beschreibt Paulus z.B. in 2 Kor 3,6 und bezieht sich damit wohl auf eine Vergesetzlichung, wie er sie auch in den Gemeinden Galatiens vofindet (vgl. Gal).

Letztlich, so kompliziert vieles in der Nachfolge Jesu auch sein mag:
Der Kern von Christsein ist und bleibt Beziehung mit Gott. Daraus erwächst dann auch, soweit ich dies wirklich ernst nehme, alles weitere. Denn Sein Geist korrigiert mich, wenn ich es zulasse, wenn ich z.B. in der Bibel von Jesus lese und merke, wie anders er sich doch vielleicht zu meinem eigenen Wesen in mancherlei Hinsicht verhält. Daneben gibt es viele weitere Zugänge, um mit Gott in Beziehung zu leben (vgl. Christian A. Schwarz, die 3 Farben Deiner Spiritualität, Asslar 2009).


Wenn ich diese Einfachheit des Glaubens verstanden habe und in meiner Individualität Gott immer wieder suche, wird er sich auch finden lassen (vgl. Jes 55,6; Jer 29,13f.; Mt 7,7). Dies ist die Grundvoraussetzung des Glaubens und der Nachfolge Jesu.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Konsum als "Feindbild Nr. 1"? Und wo ist eigentlich die Liebe geblieben?

Über einen meiner favorisierten Blogs kam ich gestern an einige Vorträge von Shane Claiborne. Dieser Mann, der Teil einer Bewegung names "Neo-Monasticism" ist, plädiert besonders für die soziale Dimension des Evangeliums. Dabei verweist er auf Jesus selbst, der in seinem öffentlichen Auftreten bekanntlicherweise v.a. dem Volk gedient hat.

Sicherlich spiegelt es primär seinen persönlichen Zugang zu Gott wider, wenn er sagt, daß ihm Gott im Umgang mit Menschen viel intensiver begegnet sei als in jeder systematischen Theologie (Lehrbuch des christlichen Glaubens). Und dennoch glaube ich, daß Shane Claiborne hier einen sehr wichtigen Bereich für die Nachfolge Jesu anspricht. Denn Jesus hat ja definitiv nicht nur seine Jünger gesammelt, um ihnen bestimmte Dogmensätze beinzubringen und an das einzig Wahre zu glauben, sondern er hat mit ihnen gelebt, sie gesund gemacht und losgesandt, gleiches ebenfalls zu tun, quasi als eine Art Gegenkultur zu der seiner Zeit.

Warum wir dies in unserer Zeit als Nachfolger Jesu bislang nicht sonderlich gut hinbekommen haben, läßt sich wohl vielfältig begründen. Hier sei aber nur auf einen "Feind" von echter Nachfolge Jesu hingewiesen, den Alan Hirsch als consumerism bezeichnet (The forgotten ways, Michigan 2006, S.106f.):

"All these [Buddhism, Islam, New Age] are challenges to us, no doubt, but I have come to believe that the major threat to viability of our faith is that of consumerism."

Dies belegt er z.B. damit, daß 90% der Gottesdienstteilnehmer in der Regel passiv sind. Wenn er damit recht hat, sollte sich in unseren Kirchen in der Hinsicht einiges ändern.

Gleichzeitig mußte ich an folgenden Vers aus dem Song "You are here (the same power)" von Hillsong United denken:

"Your love that rescued the Earth lives in me, lives in me!"

Ist es nicht vielmehr so, daß Jesus die Welt immer noch und immer wieder retten will, und zwar durch uns als seinen Leib? Welchen positiven Effekt könnte dabei meine Nachfolge haben, die sich nicht nur um mich dreht, sondern auch immer den Nächsten im Auge hat?

Mein Fazit: Werde erstmal ein Buch von Shane Claiborne konsumieren. Mal sehen, was passiert.


Mittwoch, 2. Dezember 2009

Meine Wünsche oder Gottes Verheißungen??

"Nicht alle unsere Wünsche, aber alle unsere Verheißungen erfüllt Gott." - Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung, Gütersloh 18. Auflage 2005, S.207

Der Konflikt dieses Statements ist ja recht deutlich: Die Wünsche sind Produkte meines Egos, die Verheißungen aber kommen von Gott. Nun ist es ja trotzdem (richtigerweise) so, daß ich bei der Berufswahl u.ä. immer darauf schaue, worin ich eigentlich begabt bin, was mich interessiert, usw. Wo liegt also die Diskrepanz?

Was mich betrifft, bin ich von meinem Wesen her ein Studientyp durch und durch. Ich lese gern und viel, durchdenke Dinge und ziehe daraus ebenfalls viel für meine Gottesbeziehung. Andererseits
aber habe ich (auch jüngst) Verheißungen von Gott empfangen (sofern sich die Hörenden nicht geirrt haben), die deutlich in eine andere Richtung gehen.

Zwar glaube ich nicht, wie das in manchen Kreisen noch so gelehrt wird, an die eine Bestimmung meines Lebens durch Gott, der ich sozusagen mein ganzes Leben hinterherjagen muß. Denn aus meinem Studium heraus erschließt sich mir der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Vater Jesu Christi, keinesfalls als der deterministische, unveränderliche Gott, wie das z.B. im griechischen Denken der Fall ist (z.B. Aristoteles: Gott als der unbewegte Beweger).

Nun kann es natürlich sein, daß sich in meiner konkreten Situation effektiv gar kein Widerspruch ereignen wird. Aber der Punkt ist: Vielleicht sollte ich mich immer wieder aufs Neue hinterfragen, wieviel von meinen Wünschen wirklich nur meins ist und primär der Erbauung meines eigenes Egos dient. Oder?