Mittwoch, 27. Juni 2012

Novavox-Konferenz “Missionale Wege“ im November (22.-24.11. 2012): Neue Flyer!!





Ich möchte an dieser Stelle nochmals an die bevorstehende Novavox-Konferenz (“Missionale Wege“) hier in Mainz in der EnChristo-Gemeinde vom 22.-24. November (2012) erinnern, die u.a. mit Alan & Deb Hirsch und Michael Frost hochkarätig besetzt ist. Daneben werden zahlreiche nationale Leiter von Kirchen und Organisationen vor Ort sein und uns an ihren Erfahrungen teilhaben lassen, wie und wo sie neue Wege gehen. 

Es wird dabei sicherlich nicht ein Vortrag nach dem Anderen folgen; vielmehr gehe ich davon aus, dass sich frontale Inputs mit Diskussionsrunden abwechseln werden, in denen jeder seine eigenen Erfahrungen einbringen, überprüfen und diskutieren kann.

Anlass für meine Erinnerung ist übrigens der neue Flyer zur Konferenz, den Ihr Euch z.B. hier herunterladen könnt. Dort findet Ihr außerdem die direkte Verbindung zum Frühbucherrabbatt, der noch bis zum 31. August gilt. Auf Facebook findet Ihr des weiteren die entsprechende Veranstaltung und seht, wer sich bereits auf diesem Wege der Konferenz verpflichtet fühlt und dabei ist.

Sonntag, 24. Juni 2012

Zum Nachdenken: Shane Claiborne und John M. Perkins über die Demut des Änderns der eigenen Meinung

"I change my mind. I've changed it in the process of making a decision or during a project when I've received more information. Sometimes people don't like that… they call it ,flip-flopping.' Some people, once they have received a direction or opinion, want it to be written in stone, like the tablets Moses got from God. But most of life does not work that way. 

[…]

That's not a sign of weakness, but of strength. Being willing to change and confessing when you are wrong are not only characteristics of good leadership but are also gospel values… and they are very countercultural as well. […] [O]ur culture tends to beat up on people who change their mind (calling the flip-flop a mistake) and on those who really do make mistakes. No wonder no one wants to appear as if we have changed our mind, yet alone come clean."

- Shane Claiborne/John M. Perkins: Follow me to Freedom. Leading and Following as an Ordinary Radical, Ventura/CA: Regal, 2009, 208.

Samstag, 23. Juni 2012

Erfahrung vs. Theologie & Offenbarung? Eine Auseinandersetzung mit dem “Gottesbegriff nach Auschwitz“ von Hans Jonas, Teil 6: Zusammfassung und weiterführende Frage

Jonas liefert mit seinem “Gottesbegriff nach Auschwitz“ v.a. einen Gottesbegriff, den er mit seiner Leiderfahrung und weltbildlichen Prämissen (v.a. Evolution) zu vereinen versucht. Dies führt ihn anhand der Beobachtung des stummen Gottes zu ontologischen Spekulationen in Form eines Mythos, was jedoch fernab von einer ausgewogenen biblischen Grundlage liegt und die Einbuße bedeutet, dass Gott nicht Herr der Geschichte ist. Denn Jonas spricht von einem ohnmächtigen Gott, der seine Macht zugunsten seiner Schöpfung aufgegeben hat, dabei aber jegliche Verantwortung dem Menschen überlässt. Damit will Jonas die völlige Güte Gottes hochhalten, wovon der Vortrag gerahmt ist, sodass der ganze Vortrag in der Tat als eine Art Lobpreis Gottes bezeichnet werden kann, der im Gegensatz zum erwähnten Hiob kein einziges schlechtes Haar an Gott lässt.

Was man Jonas zugute halten sollte, ist die Tatsache, dass er v.a. im Gegengewicht zur Dialektischen Theologie der menschlichen Erfahrung einen Stellenwert zum Welt- und Gottesverständnis einräumt, was gerade in der christlichen Theologie so nicht üblich zu sein scheint. Dass dies freilich ausgewogener getan werden sollte, als Jonas es tut, versteht sich nach der Analyse von selbst, mindert jedoch nicht die Wertschätzung gegenüber dem, was Jonas trotz aller Kritik auch Positives geleistet hat. Denn hiermit ist eine Randposition innerhalb jüdisch-christlichen Denkens aufgezeigt, an der sich zukünftige Theologien nach Auschwitz zu orientieren und vielleicht auch zu messen haben.

Folgende Frage ergibt sich somit im Anschluss an die Auseinandersetzung mit Jonas, der ich weiterhin nachgehen werde (und gern auch andere Meinungen zu höre):  

Inwieweit kann (christliche) Theologie dem Anspruch gerecht werden, auch in postmoderner Zeit relevant zu bleiben, wo doch durch die zahlreichen Medien die Ereignisse der ganzen Welt innerhalb von Stunden oder gar Minuten allgegenwärtig sein können? In welchem Verhältnis stehen also diese Erfahrungen zu den biblischen Verheißungen wie auch Androhungen? Mit anderen Worten: Kann über - natürlich immer gegebene - “subjektive“ Hermeneutik hinaus bewusst der biblische Text mit der erlebten Realität konfrontiert werden oder sollte der biblische Text mehr als Konstante verstanden werden, die gerade über dem vielleicht momentanen Leid steht und eine positive Zukunft verheißen soll?

Sonntag, 17. Juni 2012

Zum Nachdenken: Die Gabe der Frustration

“We need people with the spiritual gift of frustration. Yes, the Church needs sanctified dissention. We need people who see what is wrong. But they can't just be naysayers; they need to be part of the change and a part of leading us out of what's wrong to what's right.“

- Shane Claiborne/John M. Perkins: Follow me to Freedom. Leading and Following as an Ordinary Radical, Ventura/CA: Regal, 2009, 173.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Zum Nachdenken: Der Schlüssel zu echter Leiterschaft…

“The key to real leadership is to enter into the pain of the people. Vicarious suffering is greater than our own suffering. Showing compassion means that you feel the pain because you reckon with the pain. It is one thing to suffer discrimination or go without food; it is another to feel the struggle of the oppressed person or the hungry person and then also walk with him to a place of freedom.“

- Shane Claiborne/John M. Perkins: Follow me to Freedom. Leading and Following as an Ordinary Radical, Ventura/CA: Regal, 2009, 151f.