Mittwoch, 22. September 2010

UPDATE: 3. Oktober 2010 - 20 Jahre Deutsche Einheit, Gott sei Dank!

Nun steht es also fest: Wir werden uns am 3. Oktober um 12.00h auf dem Bahnhofsvorplatz des Hauptbahnhofs hier in Mainz treffen. Ich freu mich auf jeden, der kommt. Laßt uns Gott danken!

Sonntag, 19. September 2010

3. Oktober 2010 - 20 Jahre Deutsche Einheit, Gott sei Dank!

Der 3. Oktober rückt mal wieder näher, und bislang hatte ich keinen sonderlichen Bezug zur Deutschen Einheit, da ich sie von klein auf immer für selbstverständlich hinnahm. Nun bin ich aber auf eine deutschlandweite Aktion aufmerksam geworden, zu finden unter http://3oktobergottseidank.de/Startseite.html. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, daß die Deutsche Einheit nicht rein politisch zu betrachten ist, sondern vor allem auch geistlich. Denn Gott hat immer wieder durch Völker gehandelt, die (vornehmlich) hebräische Bibel ist voll davon. Und so bin ich sicher, daß Er auch hier maßgeblich seine "Finger" im Spiel hatte.

Deshalb wollen wir hier in Mainz - wie in vielen anderen deutschen Städten auch - unsere Dankbarkeit Gott gegenüber ausdrücken, indem wir uns zu einem Flashmob (= spontanes Meeting von Menschen, organisiert durch die virtuelle Welt) einladen und uns um 12.00h an einem zentralen Mainzer Platz treffen (Bahnhofsvorplatz oder Rathausplatz - genaueres in den nächsten Tagen). Wie in den anderen Städten, so auch bei uns: 2min Stille und 20min Dankbarkeit. Genaueres auch später.

Wer von uns kennt nicht eine Vielzahl an Menschen, die entweder aus Ostdeutschland kommen oder jenseits des "eisernen Vorhangs" gelebt haben? Vermutlich würden wir sie heute gar nicht kennen, gäbe es ihn noch...

An dieser Stelle möchte ich Dich ermutigen, entweder bei uns in Mainz teilzunehmen oder gar selbständig in einer anderen Stadt genau so etwas spontan zu machen, um auch dort Gott gegenüber Dankbarkeit auszudrücken, sollte es sowas dort noch nicht geben. Und wer weiß, welchen Effekt das Ganze neben der Dankbarkeit noch haben mag.

Ich freue mich auf die Aktion und bin jetzt schon für jeden einzelnen dankbar, der seine Dankbarkeit Gott gegenüber ausdrücken möchte. Bei Fragen dazu melde Dich gern!

Sonntag, 12. September 2010

Lobpreis - alles klar, oder?

Ein guter Freund von mir macht derzeitig für seine theologische Abschlußarbeit eine Umfrage zum Thema Lobpreis. Bislang haben sich bereits beinahe 1000 Leute daran beteiligt, was ein super Ergebnis ist. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle all diejenigen ermutigen, die an dieser Umfrage noch nicht teilgenommen haben, auf u.g. Link zu clicken und kurz die Fragen zu beantworten:

http://FreeOnlineSurveys.com/rendersurvey.asp?sid=k4lpvcr2lyo1pw9773572

Der Frabogen ist nicht sonderlich umfangreich, weshalb das Ausfüllen schnell gemacht ist. Die Wirkung könnte aber umso größer sein, da es darum geht, wie wir Lobpreis machen und gleichzeitig wahrnehmen.

Was letztlich dabei herauskommt, werde ich dann ebenfalls demnächst an dieser Stelle posten, auf dessen Ergebnis ich schon sehr gespannt bin. Also, bitte schnell ausfüllen und den Link gern an möglichst viele andere Christen weitergeben. Danke!

Sonntag, 5. September 2010

Zum Nachdenken: Abraham Josua Heschel - was ist Gebet?

"Gebet ist die Bindung an das Allerhöchste. Haben wir Gott nicht im Blick, gleichen wir verstreuten Sprossen einer zerbrochenen Leiter. Beten heißt, zur Leiter werden, auf der Gedanken zu Gott aufsteigen; so schließen wir uns der Bewegung an, die unmerklich überall im Weltall zu ihm aufbricht. Im Gebet verschieben wir das Zentrum des Lebens vom Selbstbewußtsein zur Selbsthingabe. Gott is das Zentrum zu dem alle Kräfte hinstreben. Gebet ist Antwort an Gott, indem der Mensch sein Kostbarstes Ihm zuströmen läßt, sein Herz vor ihm ausschüttet und sich für Ihn ansprechbar macht. Die Tiefe des Gebetes ist dann erreicht, wenn der Mensch über seine Freude und Trauer hinaus nur noch bei Gott und seinem Erbarmen zu Hause ist." - Abraham Heschel, der Mensch fragt nach Gott. Untersuchungen zum Gebet und zur Symbolik Neukirchen-Vluyn 1989, S.7

Freitag, 3. September 2010

Zum Nachdenken: Abraham Josua Heschel über die Trennung von "Denken und Fühlen"

"Es ist unbiblisch, Emotion oder Leidenschaft vom Geist abzutrennen oder diese gar zu verachten. Diese Verachtung wurde möglich, da man der Ratio eine Macht der Überlegenheit über die Objekte ihres Erfassens zuerkannte. Sie wurde als aktives, bewegendes Prinzip des Denkens bestimmt, der Gegenstand der Erkenntnis jedoch als passives, träges Material aufgefasst, das durch die Ratio erfasst wird. Durch Denken schaffen wir kein Objekt, sondern wir werden durch ein solches herausgefordert. Deshalb ist Denken Teil einer Emotion. Wir denken, weil wir bewegt werden. Das ist eine Tatsache, der wir uns nicht immer bewußt sind. Emotion aber ist unlösbar mit dem Geist verbunden, und Geist selbst ist bewegende Bewegung. Er löst Leidenschaft aus, Energie, erhöhte Vitalität, vermehrte innere Kraft, einen Antrieb. Folglich schließt Geist Leidenschaft und Emotion mit ein, darf aber nicht darauf reduziert werden. Denn er umfasst auch den Sinn und das Gespür für die Teilhabe an einer höchsten überindividuellen Kraft, an Willen und Weisheit ... Es ist nicht möglich, diesen Aspekt des Geistes an sich zu fassen. Er kann am ehesten als eine Richtung, als eine Dynamik verstanden werden, die zu Gott hinwendet: Theotropismus. Der Geist des Judentums ist heiliger Geist. In ihm sind wir uns der Verbundenheit mit dem ,Geist von oben' bewußt. Leidenschaft ist Bewegung. Geist ist bewegende Richtung." - Abraham Heschel, The Prophets, New York 1962, S.316
Als ich gerade in B. Dolnas Dissertation zu Heschel obiges Zitat las, mußte ich wieder einmal mehr darüber schmunzeln, wie weit das griechisch-europäische Weltbild von dem jüdisch-hebräischen entfernt ist, hier bzgl. der Trennung zwischen Emotion und Ratio. Was in guter griechischer Tradition als Kognition und Affektion zu oft auseinander dividiert wird, gehört bei Heschel ganz natürlich zusammen.

Sicherlich mag es Situationen geben, in denen ein Auseinanderhalten beider Komponenten sinnvoll ist; ich merke aber oft (z.B. bei mancher philosophischer Literatur), wie mich etwas zwar denkerisch herausfordert (womöglich kann ich kaum der Sprache folgen), mich in meiner Person aber nicht wirklich tangiert.

Allzu oft habe ich dies auch beim Studium an der Uni erlebt, weshalb bei einer verbesserten Ausbildung zukünftiger Theologen und Leiter im 21. Jahrhundert dieser Punkt in jedem Fall Beachtung finden sollte, um die Ganzheitlichkeit der Ausbildung zu gewähren (es sei nur am Rande wieder einmal auf D. Bonhoeffer verwiesen, der dies bereits vor etwa 70 Jahren forderte:
http://phil-mertens.blogspot.com/2010/07/lernen-von-dietrich-bonhoeffer-teil-6.html).

Damit ist obiges Zitat sicherlich längst nicht ausgeschöpft. Über einige Facetten muß ich weiter nachdenken, zumal man beim losen Überfliegen womöglich über den ein oder anderen Ausdruck stolpern könnte. Grundsätzlich schätze ich aber Heschels Blickwinkel und Herangehenweise und erhoffe mir noch vieles produktive davon. Mal abwarten, was da kommt...

Mittwoch, 1. September 2010

Einladung zum Emergent Forum 2010

Hier auch jetzt der Hinweis von mir aufs Emergent Forum 2010. Auf anderen Blogs lief die Ankündigung schon, ich wiederhole es trotzdem gern nochmal.

100%ig weiß ich leider nicht, ob ich selbst kommen kann, eins dagegen definitiv: Wenn nicht, werde ich vieles verpassen. Deshalb sollte ich mal schleunigst meine Termine klarkriegen; kann dies auch nur jedem anderen empfehlen, der sich dafür interessiert, mit anderen aktiven Leuten über Kirche im 21. Jahrhundert zu sprechen, zu diskutieren und sich gegenseitig zu inspirieren.

Emergent Forum 2010