Mittwoch, 6. Oktober 2010

Meine Liebe zu Obdachlosen, Gott und mir selbst

Seitdem ich - nunmehr etwa 1 Jahr - mitten in der Mainzer City (Fußgängerzone) wohne, sehe ich tagtäglich Obdachlose. Und besonders dann, wenn ich zu Fuß von zuhause zur "Basis", unserer Gemeinde, gehe (oder zurück), muß ich über diese Leute nachdenken. In letzter Zeit habe ich regelrecht das Gefühl, daß Gott durch diese "Begegnungen" bewußt an mir arbeiten möchte - besonders über das Doppelgebot der Liebe und eine spezielle Auslegung dazu, die ich im folgenden etwas ausführlicher erläutern möchte.

Und zwar wurde Jesus  zu seiner Zeit seinem Auftreten entsprechend als jüdischer Schriftgelehrter (Rabbi) wahrgenommen. Wie es unter jüdischen Schriftgelehrten üblich war, stand im Mittelpunkt der Diskussion die Frage nach der rechten Auslegung der hebräischen Schrift, des Tanach - heute besser bekannt als "Altes Testament". 

Genau diese Situation finden wir im Zusammenhang der Frage nach dem höchsten Gebot wieder (Mt 22,34-40; Mk 12,28-34; Lk 10,25-28). Bei Lk heißt es explizit, daß ein anderer Schriftgelehrter Jesus versuche, was zunächst nichts weiter bedeutet als, daß er Jesu Auslegung der Schrift hören möchte und was er als höchstes und wichtigstes Gebot ansehe. Jesus erwidert, wie er denn das Gesetz bzw. die Schrift lese (Lk 10,26).

Unter den jüdischen Gelehrten gab es immer wieder das Bestreben, die 613 Gebote der Schrift zusammenzufassen. Regelmäßig stieß man auf die Frage, welches das wichtigste Gebot sei. Eine prominente Antwort damaliger Zeit lautete "Der Gerechte wird aus Glauben leben" (Hab 2,4), was wir später auch bei Paulus wieder finden werden (vgl. Röm 1,17; Gal 3,11). Einer der angesehensten Rabbis namens Hillel formulierte dem gegenüber: "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu. Das ist die ganze Tora, alles andere ist Kommentierung..."

Jesus (oder - bei Lk - der Schriftgelehrte) antwortet mit zwei Geboten: "Du sollst den Herrn, Deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all Deinem Verstand." und "Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst." (Mt 22,37-39; Mk 12,30f.; Lk 10,27)

Nach Dwight A. Pryor tut Jesus hier zweierlei, er benutzt zwei Arten der rabbinischen Bibelauslegung (werden o.g. Hillel zugeschrieben): Erstens legt er das eine Gebot durch das andere aus ("Analogieschluß"). Das funktioniert wie folgt: Man sucht zwei Verse, die gleiche Bestandteile haben, in diesem Fall "Du sollst lieben". Das bedeutet praktisch: Wenn Du das Gebot "Du sollst den Herrn lieben" erfüllen willst, erfülle "Du sollst deinen Nächsten lieben". Wenn Du also das Nächstenliebegebot erfüllst, erfüllst Du auch das Gottesliebegebot! Denn in echter Nächstenliebe zeigt sich auch Deine Liebe zu Gott. 

Der zweite Kniff besagt, daß durch diese Kombination aus beiden Geboten faktisch nur noch ein einziges wird. Es lassen sich beide nicht voneinander trennen oder gegeneinander ausspielen, weil sie untrennbar zusammengehören. Jede Überbetonung eines der beiden führt zu Gesetzlichkeit oder reiner Vergeistlichung (von späteren jüdischen Gelehrten wird dies der Zusammenhang von Halacha und Agada/Kavanah genannt werden).


Auf meine persönliche Situation gemünzt, bedeutet das: Wenn ich einem Obdachlosen in irgendeiner Form Liebe entgegenbringe, drücke ich ebenso Gott gegenüber meine Liebe aus. Ich fing tatsächlich damit an, Münzgeld in meinen Taschen zu sammeln, um bei Gelegenheit etwas zu geben - oder weil ich dachte, ich müßte. Dennoch fehlte mir etwas, und ich fragte mich immer wieder, ob das mit dem Geld eigentlich der richtige Weg sei und tatsächlich helfen werde - und ob dies wirklich aus Liebe geschehe.

Bei Abraham Heschel, einem jüdischen Theologen des 20. Jh.s, stieß ich schließlich auf einen für mich sehr hilfreichen Aspekt. Und zwar bestätigt Heschel einerseits die Auslegung Pryors, indem er formuliert: "[T]he way of faith is a way of living" (God in search of Man, New York 1983, S.344), womit er den Ausdruck der Liebe zu Gott letztlich in sämtlichen Geboten gegeben sieht. Entscheidend aber sei dabei das Ziel "to transform the performer" (ebd., S.337). Das Ausführen der Gebote habe neben dem direkten praktischen Nutzen v.a. zwei Ziele: 1. Die Anbetung Gottes, 2. die Veränderung desjenigen, der das Gebot ausführt.

Dieser letzte Gedanke entspannt(e) mich bei der Frage, ob es überhaupt hilfreich ist, einem Obdachlosen einen Euro zu geben. Entscheidender ist zunächst, daß Gott meine innere Einstellung (Menschenfurcht, Berührungsängste, abwertende Gedanken) ändern und dadurch Seine Herrschaft in mir groß machen will. Daraus mag Größeres entstehen, mehr zumindest, als das Geld lieblos zu verschenken.

Es bleibt die Aufgabe herauszufinden, ob jemandem tatsächlich mit einem oder zwei Euro längerfristig geholfen ist. Daß ich aber in diesem Moment des Gebens mindestens drei Parteien einen Liebesdienst erweisen kann - dem Obdachlosen, Gott und mir selbst -, ist nicht von der Hand zu weisen.

Kommentare:

  1. Lieber Philipp,

    wie kannst du in theologischen Dingen so bewandert und in sozialen Dingen so ahnungslos sein?

    Die Frage, ob dein Kleingeld einem Obdachlosen hilft, ist doch längst von kompetenter Seite beantwortet, so z.B. vor kurzem von St. Pauli-Streetworker Erich Esch in "idea spektrum".

    Und auch der Volksmund hilft hier weiter:
    Es heißt ja "Geld ODER Liebe", nicht "Geld = Liebe" ...

    Gruß, Daniel

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  2. Hallo Daniel!
    Herzlichen Dank für Dein Feedback. Wie schon gesagt, meine Erfahrung mit Obdachlosen ist sehr begrenzt.

    Es ist allerdings interessant, daß Du gerade Idea Spektrum erwähnst. Ich lese die Zeitung zugegebenermaßen seit Jahren nicht mehr, hatte allerdings neulich mal eine in der Hand. Dort ging es in der Pro und Contra Kolumne um diese Frage, bei der (meiner dunklen Erinnerung nach) jemand von der Heilsarmee vehement gegen das Geben von Geld argumentierte. Sollte dies so sein, würde immerhin deutlich, daß die Fronten doch nicht so klar sind, wie auf den ersten Blick scheint.

    Daß der Volksmund natürlich in vielem nicht recht hat, wissen wir beide sicherlich zu Genüge.

    Und wie bereits angedeutet: Meine Reise mit diesem Thema hat gerade erst angefangen. Laß mich gern an Deiner Erfahrung teilhaben.

    Viele Grüße,
    Philipp

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  3. Natürlich muss man auch festhalten, dass der Euro den du gibst wohl in der Regel in BTM fließt, was natürlich langfristig nicht unbedingt dazu führt das die entsprechende Person ihre Lebensumstände Grundsätzlich verändern kann.

    Aber ich denke nicht das man einfach pauschalisieren sollte. Jeder dieser Menschen hat eine individuelle Geschichte und sitzt auf der Straße aus Gründen die wir vielleicht nicht sofort nachvollziehen können.
    Deshalb darf der individuelle Aspekt niemals außer Acht gelassen werden. Ich denke auch das viele selbst ihrern Teil zu der eigenen Situation beigetragen haben, aber Grundsätzlich ist es eine sozial-ökonomische Spirale, deren Strömung zum unteren Ende der Gesellschaft sich die entsprechenden Menschen nicht entziehen können. Die Gründe hierfür wären einen anderen Blogbeitrag wert.

    Und jetzt stell dir vor du bist einer von ihnen. Mit der Zeit schwinden die Perspektiven sei es in finanzieller als auch in sozialer Hinsicht und plötzlich bist du alleine. Gerade bei Menschen die prädestiniert für den Gebrauch von BTM sind, ich kann da ein Liedchen singen, geht dann nunmal, auf kurz oder lang der Griff zur Flasche.

    Richtig ist auch das Kleingeld sicherlich nicht zur Verbesserung der Situation des Obdachlosen beiträgt. Aber dennoch ist es, außer du bist eben Streetworker und hast die Zeit und Mittel dich den ganzen Tag in der Innenstadt von Person A zu Person B zu bewegen, der aus meiner Erfahrung schnellste und einfachste Schritt in ein Gespräch mit der entsprechenden Person zu kommen. Und es macht einen Unterschied in der Kommunikation ob du gibst oder nicht. Gebend stehen dir diese Menschen zumindest kurzfristig positiv gesonnen gegenüber.

    Wenn es dein Anliegen ist Liebe weiterzugeben, kann daher also festgehalten werden, dass das GEBEN von Kleinigkeiten die Tür zu dem Herz der entsprechenden Person, kurzzeitig vielleicht ein Stück weit aufgestoßen werden kann, sodass es zu echter Kommunikation kommen kann.

    Durch vermehrte Kommunikation entsteht Beziehung und Beziehung ist die Grundlage für das Entgegenwirken bezüglich der sittlich-geisitgen Verkümmerung dieser Menschen.

    Mir fällt zwar keine Bibelstelle ein, die diesen Aspekt vielleicht so beschreibt wie ich dies jetzt getan habe aber Grundsätzlich fühle ich, dass das der richtige Weg ist.

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  4. Hi Simon!
    Danke für Deinen Post. Gefällt mir sehr, was Du schreibst - besonders Dein Aspekt zur (Nicht-)Verbesserung der Lebensumstände. In mir tobt auch immer wieder ein Konflikt. Denn selbst wenn Alkohol, etc. längerfristig nicht hilfreich sein mag, ist der Genuß solcher Dinge vielleicht überhaupt das einzige, was sich irgendwie (natürlich neben den negativen Effekten) positiv anfühlt.

    Meine Absicht war im übrigen nicht - falls es so rübergekommen ist -, pauschal jeden Obdachlosen über einen Kamm zu scheren. Gerade das individuelle Ein- und Abschätzen (auch im Dialog mit Gott) ist sicherlich immer wieder hilfreich.

    Danke Dir für den Anstoß mit dem Geben als Tür zum Herzen.

    Viele Grüße, Philipp

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  5. Zugegebenermaßen wundert es mich etwas, daß sich die Kommentare ausschließlich auf die Frage beziehen, ob man geben soll oder nicht, obwohl das gar nicht der Punkt war, den ich machen wollte. Interessant...

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  6. In erster Linie habe ich mich auf den Post von Daniel bezogen.

    "Die Frage, ob dein Kleingeld einem Obdachlosen hilft, ist doch längst von kompetenter Seite beantwortet, so z.B. vor kurzem von St. Pauli-Streetworker Erich Esch in "idea spektrum".

    Meiner Meinung nach ist die Aussage von einer Person nicht allzu repräsentativ einzuschätzen, wobei Erich Esch mit Sicherheit Respekt gezollt werden sollte. Aber wenn er das, was du geschrieben hast Daniel wirklich so gesagt hat, hat er eben auch nur eine Facette der Wirklichkeit gesehen.

    Ich weiß ich bin gerade etwas provokant, aber ich kann diesen Aspekt, wie Erich Esch ihn sieht, so nicht stehen lassen.

    Denn ganz Ahnungslos bin ich in der Arbeit mit Obdachlosen auch nicht. Und aus meiner Erfahrung heraus, klar gibt es auch anders geartete Fälle, erleben diese Menschen eben jeden Tag aufs neue was es heißt ausgegrenzt und verächtlich behandelt zu werden.

    Das kurzfristige auf den Tag ausgelegte Denken dieser Menschen, welches aus der Not heraus entsteht muss also verändert werden.

    Und genau das ist doch das Problem in unserer Gesellschaft, die immer größer werdende fehlende Perspektive der Menschen. Umso wichtiger ist es, den Menschen von Gott zu erzählen. Das wird jedoch nicht oder nur schwerlich mit der Brechstange funktionieren sondern vielmehr durch Beziehung und Liebe. Deswegen Phil, bin ich dankbar, dass du mich auf den Aspekt mit der Liebe hingewiesen hast.

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  7. Danke, Dir, Simon. Jetzt verstehe ich's. Hatte den Bezug zu Daniel irgendwie nicht rausgelesen - sorry.

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  8. Saucool übrigens Deine Problemskizzierung, daß wir größer denken müssen, um der gesellschaftlichen Entwicklung zur geistigen, geistlichen und dadurch auch materiellen Armut entgegenzuwirken.

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  9. Ja, das rührt allerdings aus meiner theoretischen Fundierung in den Sozialwissenschaften. Mein Ziel ist es nun, die Sozialwissenschaft als Kategorie innerhalb der Theologie einzuordnen. Wie du siehst argumentiere ich nicht theologisch. Aber genau das möchte ich lernen. ;-)

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  10. Wenn's Dich interessiert, kann ich Dir gern mal die ein oder andere theologische Literatur empfehlen. Alternativ schau Dich auch mal bei Toby Faix und dem Marburger Bibelseminar um. Toby hat sowohl Theologie als auch Soziologie studiert und ist auf dem Gebiet sehr bewandert.

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  11. Nehmen wir an, wir als von Gott geschaffene und mit einem Geist ausgestatte Menschen, haben doch durch die uns gegebenen Fähigkeiten auch die Aufgabe, Umstände in unserer sozialen Umgebung, welche wir als ein Meta-Problem in Bezug auf unsere Mitmenschen und somit im engeren Sinne auch als Problem innerhalb der Gesellschaft ansehen, mit Hilfe und der uns gegebenen Liebe von Gott und dem uns durch Gott gegebenen Geist, der viel Möglich machen kann zu begegnen.
    Einfach nur hoffen das es besser wird, reicht doch nicht aus, wie auch in keinem anderen Lebensbereich. Ich glaube das Gott Menschen mit einem Herzen für solche Umstände und Personen deshalb in dieser Arbeit segnen wird, solange sie aus der Liebe heraus handeln, die ihnen Gott schenkt.

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  12. Amen! Genau das war schon die Botschaft der alten Propheten vor 2500 Jahren und mehr. Abraham Heschel hat dieser Thematik einen relativ umfangreichen Wälzer gewidmet (The Prophets, 1962) und sich darauf der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung anschließen, dessen prominentester Vertreter Martin Luther King jr. war.

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  13. Es ist sehr erquickend sich auf dieser Ebene mit dir auszutauschen. Mein Tag ist gerettet, wo ich doch ein Morgenmuffel bin. :-)

    Die Frage die mich jetzt nach diesen Inspirierenden Gedanken jagt ist folgende:

    Wenn ich ausgehend von der bisher entfalteten Argumentation nun beschließe, weil Gott es mir aufs Herz legt, in gesellschaftliche Situationen, soweit mir dies möglich ist, zu intervinieren, muss ich dann wie die Heilsarmee (deren Arbeit sicherlich sehr gut ist) mit einer Großen Jesus Fahne vor mir her laufen oder kommt es Gott nur auf das Herz an. Dieses kann nämlich auch latent wirken obwohl ich im Vordergrund zwar soziale, aber zunächst keine theologischen Gesichtspunkte als Ziel meiner Arbeit ausgebe. Aber wie bisher entfaltet, ist es meiner Meinung nach zunächst wichtig eine Beziehung zur entsprechenden Person aufzubauen.

    Resüme: Gott kann als ersten Schritt auch durch soziales Engagement wirken, ohne dass ich direkt den Vorschlaghammer rausholen muss um ihn den Menschen vor den Kopf zu knallen?
    Um dann in einem zweiten Schritt nach grundsätzlichem Aufbau einer Beziehung, auch theologische Inhalte weiterzugeben?

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  14. Der theologische Vorschlaghammer ist es nämlich, der die Menschen unserer Gesellschaft meiner Meinung nach grundsätzlich abschreckt. Dafür sind wir, denke ich, aufgrund unserer Geschichte, zu voreingenommen. Zumindest funktioniert diese Taktik, auch wenn sie vor ein paar Jahrhunderten aufgrund der Unwissenheit der Menschen, erfolgreich gewesen sein mag, heute nicht mehr. Viel mehr sollten wir durch Taten als durch starre Dogmen Pionierarbeit leisten.

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  15. Simon, ich bin total mit Dir. Ich kann's auch nicht mehr hören mit dem ewigen Bekehrungsaufruf oder ähnliches, um dann zur Überbrückung etwas soziales Engagement aufzubringen.

    Mein Ziel ist in allem Umgang mit Menschen, daß Sein Reich komme. Und dazu gehört ebenso, daß Menschen aus schlechten Bindungen kommen wie, daß sie genügend zu essen haben und aus der Kraft und in der Berufung dessen leben, der sie erschaffen hat.

    In der (zumindest aus jüdischer Sicht) bekanntesten und bedeutensten Bibelstelle, Dnt/5 Mos 6,4 (direkt vor dem Nächstenliebegebot) heißt es, daß Gott einer ist. Und damit ist auf jeden Fall auch gemeint, daß Gott der eine Herr über sämtliche Lebensbereiche ist bzw. sein soll. Gott ist nach diesem Vers somit nicht allein an dem Jenseits der Todesgrenze interessiert, und Jesus ebensowenig.

    Also, Simon, bleib dran und geh weiter in diese Richtung! Sehr cool.

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  16. Du meinst praktisch oder theoretisch? Tatsächlioch ist dieser Bereich einer der Gründe warum ich angefangen habe Pädagogik zu studieren. Momentan bin offen wo es zukünftig beruflich hingeht. Ich erwarte aber in dieser Hinsicht noch einiges von Gott und gebe mir Zeit um mich in die ein oder andere Richtung weiter zu entwickeln.

    Zeit. Das wäre im übrigen auch ein sehr interessanter Aspekt den es mal unter theologischer Prämisse mal zu betrachten gilt. Fühl dich >ohne Zeitdruck< dazu ermutigt, diese Thematik viell. auch eines Tages mal zu beleuchten...

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  17. OK. Wenn mir mal dazu was einfällt (bzgl. "Zeit"), werde ich gern mal was posten.

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  18. @Simon: Okay, wenn das Geben als Geste das Herz des Obdachlosen öffnet, dann:
    Gib ihm deine Aufmerksamkeit.
    Gib ihm Zeit und Zuwendung.
    Gib ihm ein Abendessen, in meinem Fall: Wenn ich ohnehin gerade ein Stück Pizza vom Imbiss holen wollte, kann er mitkommen und sich auch eins bestellen.
    Aber: Gib ihm kein Geld!
    Ich habe mal einem Bettler am Kölner Chlodwigplatz geantwortet: "Nee, ich spende direkt an die Brauerei" - er hat herzlich gelacht! Wir beide wussten, wohin das Geld fließt...

    @Philipp: Erich Esch ist der Heilsarmee-Typ aus dem Idea Spektrum, er ist langjähriger Streetworker auf St. Pauli und im Schanzenviertel (Jesus Center).

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  19. Das wäre die logische Konsequenz, da hast du recht!

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