Zum Nachdenken: Lincoln Brewster über Erwartungen an Lobpreis-Musiker

Als ich mir heute morgen auf YouTube einige inspirierende Videos von Lincoln Brewster anschaute, stieß ich auch auf dieses hier:



Mich sprach der Clip deshalb besonders an, weil Lincoln im Intro zunächst ein paar kurze Erfahrungen darüber preisgibt, wie er sich fühlte, als er die ersten Male Teil des Worship-Teams seiner Kirchengemeinde war. Er habe damals Angst gehabt, Leute mit seinem Gitarren-“Lärm“ (meine Worte) zu verschrecken, weshalb er dann nur sehr zaghaft spielte. Gott habe ihm aber anschließend vermittelt, er solle das spielen, was Er ihm aufs Herz gegeben habe.

Wenn man Lincoln Brewster heutzutage hört, merkt man von dieser anfänglichen Angst glücklicherweise nichts mehr; vielmehr rockt er die Bühne und performt an den passenden Stellen die abgefahrensten Soli - zur Ehre Gottes -, weil er überzeugt davon ist, dass jeder das Potenzial verwirklichen soll, was Gott in ihn/sie hineingelegt hat. So sagt er auch in dem Clip.

Dem kann ich mich nur anschließen und würde mir wünschen, noch mehr abgefahrenes Zeug in unseren Kirchen zu sehen und zu hören, wo Leute das präsentieren, was Gott in sie hineingelegt hat, sei es Musik, Tanz, Malerei oder auch die Dinge, die auf uns zunächst ganz unkreativ wirken. 

Und genau für diese kreativen Parts brauchen wir noch mehr Plattformen. Meist sind die kreativen Köpfe diejenigen, die viel Freiheit brauchen, um Neues austesten zu können, wofür aber in unseren Kirchen oftmals kein Platz zu sein scheint. Wenn ich gleichzeitig darüber nachdenke, dass es in den wachsenden Städten oftmals die kreativen Leute sind, die sozial schwache und heruntergewirtschaftete Teile neu beleben, frage ich mich, warum wir als Christen nicht viel häufiger genau diese Tools nutzen, um den Menschen in unserer Stadt Glaube, Hoffnung und Liebe weiterzugeben. Muss unsere Musik, etc. immer hinter unseren Kirchenmauern bleiben oder dürfen unsere Talente nur innerhalb der Kirche genutzt werden? Ist aber das Reich Gottes nicht gerade viel mehr als nur das Kirchengebäude und unsere gut durchplanten Gottesdienste?

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