Sonntag, 29. August 2010

Zum Nachdenken: Abraham Josua Heschel über "Empfänglichkeit für Gott"

"Wirkliche Empfänglichkeit für Gott wird dem zerbrochenen Herzen gewährt, dem Geist, der seine eigene Weisheit hinter sich läßt. In der Erkenntnis, daß wir bescheiden und überheblich, selbstverleugnend und anmaßend zugleich sind, daß unser Beten und Preisen nichts anderes als ein unverdientes Geschenk ist, eröffnen wir uns dem Unaussprechlichen in uns. Und je tiefer die Not, in die wir durch unsere Ohnmacht versetzt werden, ist, desto mehr enthüllen wir uns in unserem eigentlichen Wesen und werden selbst zum Ausdruck. Gebet ist dann mehr als Kommunikation, und der Mensch ist mehr als das Wort." - Abraham Heschel, Der Mensch fragt nach Gott. Untersuchungen zum Gebet und zur Symbolik, Neukirchen-Vluyn 1989 , S.26

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