Samstag, 7. Dezember 2013

N.T. Wright und “The Challenge of Jesus“: Nr. 9 der 10 für mich entscheidenden Bücher

Bei meiner Suche nach und der Auseinandersetzung mit dem jüdischen Jesus stieß ich immer wieder auch auf den Namen N.T. Wright, zumal er der wohl am meisten zitierte Neutestamentler der Emerging-Church-Bewegung ist. Irgendwann stieg ich ein, als mir ein Bekannter ein Buch von ihm schenkte: “The challenge of Jesus“. Wright thematisiert in gekürztem Umfang das, was ihn v.a. durch “Jesus and the victory of God“ populär gemacht hat. Er verortet Jesus innerhalb seines jüdischen Kontextes des 1. Jahrhunderts und geht dabei der Frage nach, worum es ihm eigentlich gegangen sei. Prophetische Reich-Gottes-Verkündigung steht im Mittelpunkt, jedoch ganz anders, als es beispielsweise noch zum Beginn des 20. Jahrhunderts Vertreter der liberalen Theologie getan haben.

Ohne zu sehr ins Detail gehen zu können, lege ich dieses Buch jedem ans Herz, der immer schon mal was von N.T. Wright lesen wollte (nicht, dass seine anderen Bücher nicht mindestens ebenso lesenswert wären!). Mit diesem Büchlein erhält man einen guten Einstieg in sein Denken, denn an vielen Punkt tauchen Überraschungen auf, die man vielleicht so in den Evangelien noch gar nicht registriert hat. Mit seinem hermeneutischen Ansatz des kritischen Realismus schafft es Tom - so wird er auch genannt - meiner Ansicht nach sehr gut, jenseits von Konservativismus und Liberalismus eine Lesart der Bibel zu etablieren, die v.a. für das postmoderne 21. Jahrhundert zeitgemäß ist. 

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